
Donnerstag, 7. Mai 2026
Chepstow, Monmouthshire 🏴
Gestern Morgen schien die Sonne, und ich wollte einen unkomplizierten Tagesausflug machen, zumal nächste Woche meine lange Autofahrt nach Schottland ansteht. Also bin ich ins Auto gestiegen und etwa eine Stunde bis zur Grenze zwischen England und Wales gefahren. Mein ursprünglicher Plan war ein kleiner Spaziergang am River Wye entlang.
Als ich in Chepstow ankam, stellte ich allerdings fest, dass es in der Stadt selbst schon genug zu sehen und zu tun gab. Außerdem hatte ich nicht wirklich Lust auf eine lange Wanderung, denn der Weg hinauf zum Wye Valley Walk führte ordentlich bergauf.
Chepstow liegt direkt an der Grenze und befindet sich in einer Gegend, die oft als Geburtsort des britischen Tourismus bezeichnet wird. Das hat mit der Wye Tour zu tun, einer Bootstour durch die Region, die vor allem im frühen 19. Jahrhundert sehr beliebt wurde.
Eine Bootstour gab es für mich heute nicht, aber ich habe das Chepstow Museum besucht, übrigens bei freiem Eintritt. Es bot einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte der Stadt. Die weitere Umgebung, die Grafschaft Monmouthshire, ist ländlich geprägt und gehört zu den am dünnsten besiedelten Grafschaften von Wales. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in den wichtigsten Städten Abergavenny, Monmouth, Usk, Caldicot und Chepstow.
Nach dem Museumsbesuch bin ich noch ein wenig durch die Stadt spaziert, habe die Burg gefunden und bin ein Stück am Wye entlanggelaufen. Am Fluss gibt es ein paar Pubs, in denen ich vielleicht eingekehrt wäre, wenn ich zur Mittagszeit dort gewesen wäre. Dafür war es aber schon etwas spät, also ging ich stattdessen ins örtliche Wetherspoons, The Bell Hanger. Es war Curry-Club-Tag, also gab es Curry, danach einen Chocolate Brownie, und als Getränk entschied ich mich für einen “Raspberry Refresher”. Den hatte ich vorher noch nie probiert, aber er war tatsächlich sehr erfrischend.
Danach fuhr ich zum Eagle’s Nest Viewpoint, etwa drei Meilen außerhalb von Chepstow. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt hatte ich natürlich das Schild übersehen, auf dem man zwischen der “moderaten” und der “anstrengenden” Route wählen konnte. Selbstverständlich war ich auf der anstrengenden Route gelandet. Das hätte ich auf dem Weg nach oben wirklich gern früher gewusst. Meine Beine bereuen es inzwischen!
Für die Rückfahrt, nachdem ich über die M5 hinuntergefahren und über die M48 Severn Crossing gekommen war, nahm ich den Weg zurück durch das Wye Valley. Ich hatte geplant, an der Bigsweir Bridge anzuhalten, die dort die Straßenverbindung zwischen England und Wales markiert, weil sie den Fluss überquert. Aber… es gab eigentlich nirgends eine vernünftige Parkmöglichkeit. Also fuhr ich weiter. Meine Rückfahrt führte mich durch den Forest of Dean. Sehr malerisch!
Jetzt steht mir wohl ein ruhiges Wochenende bevor, und nächste Woche geht es dann nach Schottland zu einer Konferenz und Informationsveranstaltung zum Thema essentieller Tremor.
Habt ein schönes Wochenende!
Nos da,
FH.
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